Seit Anfang April arbeiten wir gemeinsam an einem bunten Gemüse-, Kräuter- und Blumenbeet mitten in der Stadt. Die Projektidee stammt von der Lokalbesitzerin Christa vom Veggie Bräu, die uns die Mitgestaltung des Beetes vor dem Lokal ermöglicht und uns dabei tatkräftig unterstützt hat. Noch bevor der erste Samen gesät wurde, hat das Projekt bereits Früchte getragen: Es entstand eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen der Polytechnischen Schule Stockerau, einer engagierten Nachbarin, die das Beet liebevoll pflegt, Christa und Tomy Böhm sowie unserer Schule. Am 13. Mai durften wir das Beet gemeinsam mit allen Beteiligten und Frau Bürgermeisterin Andrea Völkl feierlich eröffnen.
Die Schüler:innen der 3., 4. und 8. Klasse pflanzten in den vergangenen Wochen zahlreiche Kräuter wie Oregano, Colakraut, Rosmarin und Muskatellersalbei sowie insektenfreundliche Blumen. Außerdem wurden verschiedene Gemüsesorten wie Karotten, Radieschen, Zuckererbsen und Mairüben gesät. Gemeinsam mit der Bio-Bäuerin durfte die 4. Klasse auch Erdäpfel setzen. Wer genau hinsieht, entdeckt bereits die ersten Blätter der Erdäpfelpflanzen, die aus der Erde ragen.
Unsere Schüler:innen haben große Freude an der Arbeit im Beet. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken und zu tun. Besonders beliebt sind das Gießen der Pflanzen, das Beobachten von Insekten sowie das Riechen an den duftenden Kräutern und Blüten. Viele neue Pflanzen konnten bereits kennengelernt und verkostet werden. Zusätzlich gestalteten die jüngeren Kinder bunte Steine mit liebevollen Botschaften, die nun das Beet schmücken.
Ein besonderes Highlight ist der wunderschöne Zaun aus recyceltem Altholz vom Bauhof Stockerau, der von den Schüler:innen der Polytechnischen Schule gebaut wurde. Einen Teil des Zauns gestalteten unsere Schüler:innen der 8. Klasse gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Fort, Frau Langthaler und Frau Lovric bunt und kreativ. Auf das gelungene Endergebnis sind wir alle sehr stolz.
Im Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt ernten die Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klasse regelmäßig frische Kräuter und Blüten – und schon bald auch Gemüse und Erdbeeren, worauf sich bereits alle freuen.
Das Gemeinschaftsprojekt steht ganz im Zeichen von Inklusion und Umweltbildung und fördert die Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Weise. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, erleben Gemeinschaft und Teilhabe an einem gemeinsamen Projekt und können eigene Ideen einbringen und umsetzen. Vor allem entwickeln sie einen achtsamen Umgang mit der Natur. Gleichzeitig entsteht ein Bewusstsein für Biodiversität und den biologischen Anbau von Lebensmitteln. Darüber hinaus wächst die Offenheit gegenüber verschiedenen Gemüsesorten und einer gesunden Ernährungsweise.
Besonders wertvoll ist, dass die Schüler:innen den gesamten Kreislauf hautnah miterleben können: Sie säen die Samen, pflegen die Pflanzen, gießen sie und dürfen die Ernte anschließend selbst verarbeiten und genießen.
Das Projekt ist für alle Beteiligten eine große Bereicherung und wir sind schon gespannt, welche Pflanzen und Ideen unser Beet in Zukunft noch bereichern werden.